Lage im Camp Erding und mehr

Lage im Camp Erding und mehr

Nachdem ich heute erfahren habe von Krach oder ähnlichem im Camp bzw bei Ärzten und BRK , kann ich dazu als ausstehender Helfer das also nicht als Krach betrachten. Mich wundert es eigentlich sogar dass jetzt ein Wechsel stattfindet.

Jetzt wird so vieles einfacher und besser mit jedem Tag wird das Camp besser. Jede Organisation hat eben ihre Aufgaben sieht Dinge erst mal anders. Ich konnte feststellen, dass ich manche Entscheidungen bzw. Anweisungen im ersten Moment nicht ganz nachvollziehen konnte aber im Nachhinein dann erklärt bekommen habe. Ich finde das auch Lobenswert, dass dies so gehandhabt wird.

Es gibt auch Dinge die, im Camp die Arbeit erschweren oder man den Kopf schüttelt. Nun es gibt halt eben viele Richtlinien die man in seinem Alltag so nicht kennt und man dann im Camp den Kopf schüttelt.

Vor ein paar Wochen Dachte ich schon bei den ersten Fahrten ins Camp und jetzt kommt dann Kälte und Schnee. Das hat zu folge das wir versuchen so gut wie es möglich ist Wartezeiten der Übersetzer in der Stadt und am S-Bahnhof zu verhindern. Keiner steht gerne in der Kälte.

Die Flüchtlinge reden nicht viel über Paris oder die aktuelle Lage in Brüssel, jedoch wissen Sie dass die Ereignisse es ihnen hier nicht einfacher machen. Sie teilen dieselbe Angst die wir haben aktuell. Sie kennen diesen Terror aus ihrer Heimat. Das Leben mit der täglichen Angst vor den Terroristen und Bomben .Aus Afghanistan wurde mir berichtet, man kann kaum ohne Angst an öffentliche Plätze gehen. Was mir fehlt ist ein Zusammenhalt in Deutschland & Europa gegen Terror und Gewalt. Nach 9/11 in den USA standen alle Amerikaner zusammen als eine Einheit. Hier stelle ich nur Gemecker fest über die Flüchtlinge oder ein Paar verwirrte von Pegida und AFD die seltsame Dinge erzählen.

Vermutlich besteht dieses Land aus Egoisten. Wo ist denn dieses Bayern das bei Hochwasser und anderen Krisen sagt „Pack mas an“ . Bei dem nächsten werde ich auch so argumentieren, wir schaffen das nicht „Es ist Zuviel Wasser“ lassen wir Passau ab saufen. Wo sind denn die Kinder der Eltern die damals angeblich Deutschland aus Ruinen aufgebaut haben? Da hat doch auch keiner gesagt schaffen wir nicht lassen wir es. Mein Ultimatum lautet für die EU, eine Europäische Nachhaltige Lösung die Menschlich ist und im 1. Quartal umgesetzt werden kann. Aber da nun die Terrorkrise ein neuer Diskussionspunkt ist gerät wohl die Flüchtlingskrise aus den Augen. Es wurde jetzt lange genug Debattiert und geredet. Grenzen werden vor Angst geflüchtete nicht aufhalten.

 

Im Bezug auf Frei funk konnten wir weitere Standorte in den letzten Wochen in Erding gewinnen. Weitere Anfragen liegen uns vor. Nach der Stadt Erding ist Isen wohl aktuell, das größte Netzwerk das wir vom Frei funk betreuen. Mein Wunschziel ist kompl. Abdeckung der Langen Zeile in Erding.

Auch weiteren Flüchtlings Unterkünfte sollen angebunden werden, wir arbeiten daran. Ich möchte aber noch mal betonen unser Ziel ist es Frei funk für all Bürger zu schaffen.

 

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Merkur

 

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Keine Angst vor Flüchtlingen

Keine Angst vor Flüchtlingen

Die Ereignisse in Paris waren in den letzten tagen nicht nur in den Medien Thema, auch im Camp wurde Diskutiert. Keiner hat jedoch Angst vor Flüchtlingen die in unserem Camp schaden anrichten könnten. Leider konnte man viel Unsinn hören außerhalb des Camps, in den Sozialen Medien aber auch von unseren Politikern.

Es ist bedauerlich welche Auswirkungen der Anschlag vermutlich auf die nächsten Jahre haben wird. Konsequenzen wie 9/11 halte ich für voreilig und wenig zielfördernd. Europa muss zusammenhalten und die zukünftigen Probleme endlich gemeinsam lösen. Die ISIS möchte Angst schüren und dies Erzeugt Hass, dieser wird am Ende zu Gewalt und noch mehr Angst führen. Dies ist teilweise jetzt schon Realität, wenn ich mir manche Gespräche auf der Straße anhöre. Es macht mir Angst wenn Leute offen darüber reden das man bald Selbstjustiz anwenden müsste gegen die Flüchtlinge. Sollte dieser weg weitergegangen werden und Politiker wie Söder und Bayersdorfer dies auch mit ihren scharfen Aussagen befeuern sind Sie auch dafür verantwortlich, wenn Dinge geschehen werden.

Wir wollen alle weiter in Frieden leben und Menschen die Hilfe benötigen weiter helfen und unterstützen. Der Hass und die Ablehnung darf nicht überhandnehmen, weder im Landkreis noch in diesem Land. Wir müssen zusammenstehen und Probleme Lösen.

redkreuz

Das Rote Kreuz hat einen Vorschlag gemacht: ehrenamtliche Helfer gleich zu stellen wie die Feuerwehr oder das THW, diesen Vorschlag begrüße ich sehr. Die helfenden Hände sind ein hohes Gut dieser Gesellschaft im 21. Jahrhundert. Diese Menschen sind ein Vorbild für die Gesellschaft und jeden Menschen in unserem Landkreis.

Aus dem Lager kann ich derzeit nur berichten, dass die letzten Tage viele Busse gekommen sind und auch wenn 8 oder 17 Busse kommen, das Team hat sich eingespielt und funktioniert. Bei diesem Team könnten 70 Busse kommen und keinen würde es erschrecken. Unser Kleider Lager ist nun fertig, ich habe es noch nicht gesehen aber viele berichten begeistert davon . Somit wieder ein kleines Puzzle in der Stadt neben der Stadt Erding fertig gestellt.

Eine bitte an Euch, prüft jede negative Bericht Erstattung über Flüchtlinge auf ihren Wahrheitsgehalt. Ich war erschüttert über den Bullshit der letzten Tage, nach dem Paris Attentat . Eine solche schlimme Tat darf nicht als Propagandamittel verwendet werden für andere Politische Ansichten.

Die Flüchtlinge flüchten vor dem Terror, der in Syrien und Afghanistan jeden Tag Alltag ist !

Zusammenhalten und für den Frieden Weltweit Kämpfen, dass sollte unser Ziel sein.

 

Links:

Ehrenamtliche Roteskreuz

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Ein Hoch auf Unsere Übersetzer

Ein Hoch auf Unsere Übersetzer

 

Ein Hoch auf unsere vielen fleißigen Übersetzer die uns vor Ort Tag täglich übersetzten und sehr wichtig sind,  einige sind schon länger Zeit hier. Viele können schon Deutsch mit einigen Unterhalte ich mich auf English, was wiederum für mich eine gute Übung ist. Es macht mir auch Spaß, meine Englisch Kenntnisse zu nutzen und auch Teilweise zu verbessern. Wenn ich ein Wort in Englisch nicht weiß, helfen die Übersetzer mir und sagen „Say it in German“. kostenloser Englischkurs 🙂

Gestern habe ich Zufall herausgefunden dass einer der Camp Übersetzer auch ein ITler ist und in seiner Heimat in einer Firma gearbeitet hat und dasselbe oder ähnliches wie ich gemacht hat. Da begannen natürlich meine Augen zu Leuchten. Ein Nerd mehr im Camp, es zeigt aber auch wieder das bei den Flüchtlingen auch viele Qualifizierte Menschen sind die den Arbeitsbereich bereichern werden.

Somit habe ich wenn im Camp Zeit ist auch tolle Gespräche und erfahre auch mehr über Länder in denen ich noch nie war.

Gestern Abend hatte ich bei der Anfahrt ins Camp schon Angst weil so viele Busse am Eingang standen, aber auch wenn viele Busse kommen wir sind weiterhin gut besetzt und Hoch Motiviert im Camp bei den Helfern.

Auch beim Thema Frei Funk bewegt sich was in Erding und im Landkreis, wir bauen das Netz weiter aus und freuen uns über Unterstützung. Aktuell sieht das Erdinger Frei Funk Netz so aus. Wer Interesse hat kann sich an freifun@freifunk-erding.de per Email wenden. Bei den ankommenden Gästen im Camp kommt auch oft die Frage  „Free WI-FIE“ „WI-FIE “ ist  leider noch nicht im Camp vorhanden. Aber nach Trinken Essen und Schlafplatz ist Internet für die Ankömmlinge ein wichtiges Thema um ihre Familie die Sie verloren haben zu finden oder Freunde. Ein Adressbuch mit Telefonnummern wer ihr keine Lösung. Die Handynummer aus der Heimat funktionieren nicht mehr, weil die Verträge nicht in Deutschland gelten. Die einzige Möglichkeit bietet hier Facebook. Viele Gäste aus anderen Länder Telefonieren auch über Facebook, das ist möglich wird aber hier in Deutschland von den normal Bürgern kaum genutzt. Damit bietet hier Facebook eine wichtige Plattform um den Austausch zwischen den Gästen die nach Deutschland kommen und ihrer Heimat bzw. Familien Mitgliedern die schon weiter gezogen sind in andere Länder wie Schweden oder Finnland. Einfach eine Information senden bin noch am Leben und befinde mich an diesem Standort. 

freifunk-erding

 

Um die Knoten zu finden gibt es eine APP für Android und IPhone hier, beides Apps sind kostenlos

Android

https://play.google.com/store/apps/details?id=de.appwerft.freifunker&hl=de

 

IPHONE

https://itunes.apple.com/de/app/freifunk/id687078875?mt=8

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Chaos im Lager ? Wo bitte

Chaos im Lager ? Wo bitte

Chaos wo, jetzt schon öfter vom Landrat angesprochen das besagte Chaos im Flüchtlingscamp ist mir nicht bekannt. Das sich Dinge einspielen müssen, ist völlig normal. Am neuen Berliner Flughafen der gebaut wird herrscht um einiges mehr Chaos. Im Lager selbst konnte ich nach mehreren Tagen und auch bei vielen Busen die ankamen so etwas nicht feststellen.
Die Helfenden Hände die neu ins Camp kommen werden nahtlos Integriert von der Flüchtlingshilfe. Die Helfenden Hände im Camp helfen wo Sie gebraucht werden und es wird sich unter den Helfern gegenseitig Unterstützt. Da wird gefragt habt ihr Hunger braucht ihr eine Ablöse, die Haupt Koordinatoren der Flüchtlingshilfe  haben für jeden ein offenes Ort in ihrem Büro, auf Facebook oder auch im Camp. Sie Sorgen sich um alle im Camp, ob das Flüchtlinge, Dolmetscher oder Helfer sind.
Sie tauscht sich Regelmäßig mit den anderen Organisationen aus. Ich habe noch nie so ein tolles gemeinsames Erlebnis gehabt wo Bürger aus dem Landkreis und auch aus den aus dem Nachbarlandkreisen gemeinsam zusammenhalten.
Auch Loben muss man die Menschen die nicht vor Ort helfen aber Unterstützen mit Kleiderspenden, die Sie ins Camp bringen an Samstagen.
Die Frage ist nicht kann man den Flüchtlingen Helfen, sondern will man den Flüchtlingen Helfen und eines kann ich sagen die Organisationen und die Erdinger Bürger vor Ort die sagen dazu ERDING will helfen und zeigen das es machbar ist.

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Gestern im Camp

Gestern im Camp

Gestern habe ich die zweite Nacht die Schichtleitung übernommen, es ist mehr Koordination und Organisation. Man wächst langsam rein und die Absprachen mit BRK und Bundeswehr funktionieren sehr gut. Einige meiner Helfer Kollegen bewegt besonders die Situation von Kindern ohne Socken oder Schuhen. Andere wiederum sehen Menschen die nur noch ein Bündel Leben auf ihrem Rücken haben. Menschen die alles in ihrer Heimat zurück lassen mussten Freunde, Eltern, Familie.

Ich bitte Euch jedoch, kommt zu einem der Schichtleiter oder zum Orgateam Chrissi oder Sabrina wenn es dauerhaft für Euch eine Belastung ist. Eigenschutz ist auch wichtig und die Schichtleiter haben die Verantwortung für alle Helfer. Wenn ihr also Probleme habt komm zu uns und wir finden Lösungen dafür. Alle sind so toll im Team und das Team sind wir alle.

Ansonsten kann ich nur berichten das wir sehr gut Aufgestellt waren gestern an allen Punkten und leider gegen 00:00 Uhr kaum noch Menschen kamen. Es ist für alle momentan ein Ärgerniss das wir nie eine genaue Info haben. Ich glaube keiner auf dem Camp weiß wann, wieviel und ob Busse kommen. Teilweise wird gesagt es kommen 4 Busse und dann kommt nur einer 🙁 . Dann wiederum soll einer kommen und es kommen fünf.

Auf eine gute Woche im Camp

 

Euer Alex alias PlaNet Fox

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Flüchtlinge und Jesus

Flüchtlinge und Jesus

Hi

ich bin weiß Gott kein Gläubiger Mensch, aber ich kenne mich dann doch ein wenig als ehemaliger Ministrant gut aus in dem Laden. Diskussionen über die aktuelle Situation mit den Leuten die Wöchentlich in ein Gotteshaus gehen mit dem Glauben das es damit getan ist muss ich leider Kritisch hinter fragen. Es reicht nicht einen Platz zu besuchen und während der Woche, seine Christlichen Glauben und beiseite zu schieben. Jesus hat nie eine Ausnahme gemacht anderen zu helfen, egal ob der Krank, Homosexual oder ein Flüchtling war. Für Jesus waren alle Menschen gleich. Deshalb hab ich gar kein Verständnis für diese Diskussionen mit den Gläubigen. Wer jetzt anfängt sich die Sahnestücke, aus der Biebel raus zu picken, ist für mich dann gleich zu sehen mit ISIS oder den Taliban die machen dasselbe für ihre eigenen Dinge.

Wie wir in Matthäus 2,13–15 lesen können, war Jesus als kleines Kind selber ein Flüchtling. Er und seine Eltern mussten nach Ägypten fliehen, um dem Zorn Herodes zu entkommen. Als Christen sind wir aufgerufen, Propheten für unsere Zeit zu sein, indem wir die Missstände in unserer Gesellschaft beim Namen nennen.

 

„Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet. Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen und ihr seid zu mir gekommen… Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“
Matthäus 25, 35-40
Text zur Vertiefung: Matthäus 2, 13-15

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