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Ein Dampfender Wasserkessel steht auf einem schönen Gasherd, eine schlanke Frau mit langen schwarzen Haaren läuft hektisch darauf zu und stellt den Wasserkessel auf die Spüle. Während Sie eine Tasse aus dem Schrank räumt und den löslichen Kaffee einfüllt, bemerkt Sie dass Sie nicht ganz alleine ist. Sie sieht durch das Geöffnete Fenster auf der anderen Seite, einen  16-17 Jährigen Jungen Grinsend auf dem Balkon stehen. Sie schaut sich selbst an und leicht verwirrt bemerkt Sie dass Sie nur in Slip und BH da steht. Sie schenkt dem Jungen erst mal keine  Beachtung und gießt auf den Löslichen Kaffee dass Dampfende Wasser.

Sie nimmt die Tasse und geht, zum Fenster nimmt genüsslich einen Schluck des heißen Getränks und Sie versucht dies so Cool aussehen zu lassen als ob der Mann aus der Pepsi Werbung genüsslich eine Cola Dose vor zwei Frauen austrinkt die ihn amüsiert anstarren. Der Junge man auf der andere Seite, sieht ihr bei diesem Schauspiel  mit weit geöffneten Mund zu. Sie stellt die Tasse ruhig auf das Fensterbrett und hebt den Kopf mit ernster Miene. Die Augen richten sich genau in seine und Sie schreit ihm hinüber, „Hast du keine Schule, du Lümmel“ der Junge zuckt zusammen als ob er grad beim Ladendiebstahl gefasst worden ist. Sein Mund schließt sich, verstört senkt er den Kopf zu Boden im Hintergrund taucht eine ältere Frau auf. Der Blick der Dame richtet sich erst auf den Jungen dann auf die gegenüberliegende Frau in Unterwäsche. Der Junge wird an seinem Sweatshirt durch die Balkontür gezogen und die Schießt sich und der Vorhang wird zu gezogen. 

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Ein freches Lächeln gleitet Tamara über ihre roten Lippen. Sie blickt auf das Mehrfamilienhaus auf der anderen Seite. Der Untere Teil und der erste Stock sind mit Roten Ziegeln Gemauert, ab dem zweiten Stock schaut das Haus wie übliche Häuser in einer Kleinstaat aus. Der Grund weshalb der Untere Bereich mit Ziegeln bestückt ist liegt dran dass dieses Haus wohl im zweiten Weltkrieg zerbombt worden ist und nach dem Krieg das restliche Haus nicht mehr mit Ziegeln aufgebaut wurde. Sie dreht sich um und greift auf einem kleinen Holztisch in einen geflochtenen Brotkorb und nimmt sich ein Croissant. Mit einem Messer bestreicht Sie es mit Butter und Honig und beißt genüsslich ab. Vom Flur dringt ein lautes Piepen in die Küche, Tamara will sich in die Richtung dieses Nervenden Piepen begeben dass Sie aus einem Tagtraum reißt und nimmt mit ihrer Seite dass am Rand liegende Messer mit. Dass mit Honig überzogene Messer fällt auf den Laminat. Verärgert über diesen kleinen Küchenunfall, flüchtet Sie. Auf ihrem Nachtisch schaltet Sie den Radiowecker aus daneben, liegen ein Armreif und zwei Ringe. Aus einem kleinen Schrank zieht Sie Unterwäsche, eine dunkel blaue Jeans und eine weiße Bluse, damit begibt Sie sich ins Bad. Nach einer Dusche und eine wenig Ärger mit ihren langen Haaren blickt Sie entsetzt auf ihre Armbanduhr, was so spät schon verdammt. Sie sucht noch ihre Schlüssel und ihr Laptop zieht ihre schwarze Lederjacke an und stürmt zur Wohnungstür. Im Treppenhaus nimmt Sie lieber drei Treppen als jede einzelne Stufe. Sie übersieht in ihrer Hetze einen Mann der in der Hand einige Briefe hält. Sie rempelt ihn und ihm fallen alle Briefe, aus der Hand Sie dreht sich um bleibt jedoch nicht stehen und meint nur „Sorry, keine Zeit“ verdutzt blickt der Postbote auf die Frau. Wie der Hall der Stimme von Tamara in dem Großen Mietshaus verstummt ist Sie auch schon durch die Eingangstür hinaus. 

 

Im Hof des Mietshauses an einer Wand ist eine Blechtafel mit der Aufschrift „Motorroller, Motorräder und Kinderwagen abstellen Verboten ihre Hausverwaltung“ unter diesem Schild steht ein schwarzes Motorrad und Tamara schwingt sich gekonnt darauf wie ein Cowboy auf seinen Sattel. Sie setzt den Helm auf und startet die Maschine, der Lärm des Motors hallt durch den Hof. Ein Fenster öffnet sich und ein Mann schreit hinunter aus dem 3. Stockwerk  „Ich haben ihnen schon Tausendmal …. … . Tamara blickt hinauf zu einem älteren grauhaarigen Mann und Sie  gibt zurück „Es ist so laut ich verstehe Sie nicht“. Sie beachte ihn nicht weiter und fährt los hinter sich hört sie noch die letzten Worte des Mannes im Hintergrund des Motorengeräusch „Hausverwaltung“.  

 
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