Ein Kind darf kein Nachteil sein

Zitat: Stefan Körner (Piratenpartei Bayern )

Ich war vor ein paar Wochen bei einem Bekannten, der 4 Kinder hat. Einige werden jetzt denken. oh mein Gott, vier Kinder. In der heutigen Zeit etwas Ungewöhnliches . Aber ich dachte mir wie ich dort mit der Familie als Gast am Abendbrottisch saß: Wie schön diese Gemeinschaft ist oder auch das Familienleben. Ja Familienleben, Gemeinschaft, ein Begriff, der vielleicht in einigen Jahren genauso fremd sein wird in unserem Wortschatz wie das Wort Kinder.

In dieser Woche wurde ja mal wieder festgestellt, dass in Deutschland die Geburtenrate gesunken ist und die Tendenz weiter nach unten geht. Viele Argumente führen dazu, dass die Menschen kein Interesse mehr haben an Kindern. Aber nicht nur die Karrieremöglichkeiten, die immer oft genannt werden, sind die Gründe für keine Kinder. In meinem Bekanntenkreis sehe ich sehr oft alleinerziehende Mütter, die massiv Kämpfen müssen, um ihren Kindern und sich selbst in ihrer Situation Träume und Wünsche erfüllen zu können.

Meist ist es auch so, dass keine Oma oder andere Person da ist, die eine alleinerziehende Mutter unterstützen könnte. Ich bin der Meinung, auch eine Mutter sollte ohne Angst einen Abend eine Auszeit bekommen um zu Regenerieren. In normalen Beziehungen macht dies der andere Partner. Bei Alleinerziehenden ist eben dies nicht der Fall und für einen Kindersitter ist meist kein Geld da.

Mutter ist ein Fulltimejob und es gibt auch keine bezahlten Überstunden oder Nachtzuschlag. Auch hier kann ein Burnout entstehen. Nur kann sich eine Alleinerziehende das überhaupt leisten, mal 6 Wochen auf Reha zu gehen, um sich zu erholen?

@mueslikind schreibt in ihrem Blog unter mueslikind.de/?p=179/?p=179 einiges zum Thema Betreuungsgeld und Förderung von Familien hier ein Auszug

Das Betreuungsgeld berücksichtigt die oben genannten Umstände nicht. Für einige Kinder kann es zu Hause perfekt sein, für andere könnte eine Krippe eine große Unterstützung sein. Allerdings ist es unstrittig, dass Kinder in Armut oft vielfältige Entwicklungsnachteile haben und besonders von der Krippe profitieren. Und der Verdacht liegt nahe, dass gerade für Eltern mit geringem Einkommen die 150,-€ einen Entscheidungsanreiz darstellen. Eine finanzielle Förderung, die an die Nicht-Inanspruchnahme von Krippe/Kita gebunden ist, halte ich deshalb für gefährlich für benachteiligte Kinder.

Quelle: mueslikind.de/?p=179/?p=179

In manchen Teilen von Deutschland kann jede Familie froh sein, wenn Sie überhaupt einen Kita-Platz bekommt. Eine Berücksichtigung, ob nun die Kita auch noch das Kind fördert, ist da ja Utopie.

Kinder und deren Bildung ist in Deutschland ein Luxus geworden und dies ist ein sehr bedauerlicher Zustand. Selbst wer Kinder hat, muss sich Sorgen darum machen, ob sie eine gute Ausbildung in den Schulen bekommen. Seit Jahren wird in der Bildung gespart durch unsere Regierung. Für alles ist Geld da, aber nicht für Dinge wie Bildung und Unterstützung von Eltern.

Ergebnis dieser Politik, IHK und Betriebe jammern über Azubis die nicht ausreichend lesen und schreiben können oder eine geringe Sozialkompetenz haben. Der Trend geht also dahin, die versäumte Bildungspolitik durch besser schulisch qualifizierte Menschen aus dem Ausland zu holen, deren Kinder wiederum hier aufwachsen mit den schlechten Voraussetzungen wie alle anderen hier in Deutschland.

Unsere Bildungsministerin plant zwar mehr Geld für Hochschulen locker zu machen, aber dies hilft Grund- und weiterführenden Schulen wenig. Um auf diese Hochschulen zu gehen, müssen auch Gymnasien, Realschulen, Mittelschulen und Grundschulen gefördert werden. Meiner Meinung nach sind die Lehrkonzepte zum Teil auch überholt, ich höre des Öfteren von Lehrkonzepten aus dem Ausland, die mich wundern lassen, warum es diese in Deutschland nicht gibt.

One Comment

  1. Frank Behse

    Nun hast du wieder ein brisantes Thema auf deiner Seite gestellt. Wozu ich auch diesmal meine Meinung äußern mag.

    Das Großfamilien am aussterben sind, zeigt schon die Statistik. Ich kenne noch eine Zeit, da war es normal 3-5 Kinder zu haben. Man zählte schon fast als Außenseiter, wenn man nicht mehr hatte und man kam mit so ein Spruch „Packst du nicht mehr?“. Jedoch im Vergleich zu der heutigen Zeit höre ich manchmal „Bist du verrückt, in solch einer Zeit Kinder in die Welt zu setzen?“ Oder „Ist dein Leben so Langweilig gewesen, das du dir dies antust?“. Ich denke, die Erde dreht sich und von allen Seiten brasseln verschiedene Einflüsse auf einen ein. Was jeden Menschen seine charakterliche Form gibt. Manche kann man abwehren, mache wehren das dicke Fell ab und andere nieten einem um. Leider sind wie sensibilisierter als vor Jahren (oder unsere Älteren). Ob es physisch oder psychisch ist. Ein kluger man soll mal gesagt haben „Wissen ist Macht“ Das stimmt jedoch nur teils. Denn mit dem Wissen kommt auch die Ohnmacht.
    Klar will jeder seine Kinder schützen, das weiß ich als alleinerziehender Vater sehr gut. Nur lasse ich mich auch nicht abschrecken, Kinder zu haben. Worin viele die zu sensibilisiert sind Angst davor haben, eine Familie zu gründen. Oder der Beruf ist einem wichtiger.

    Klar ist es schwer alleinerziehend den Bedürfnissen gerecht zu werden. Dann noch die Angst, dass sich irgend welche Ämter einschalten und alles komplizieren ist auch so eine Geschichte. Einen Sitter(obwohl es da auch Bestimmungen gibt) kann sich kaum einer leisten. Privat nicht und professionelle erst recht nicht . Um mal eine Auszeit zu nehmen. Und was ich von den verschiedenen Tagesstätten (Grippe, Kita) halte, dürfte dir ja bekannt sein. Es ist wirklich besser Das Geld, was die Einrichtung kostet, in Förderungslehrgänge zu stecken. Was wiederum nicht von den Ämtern getragen wird und nur wenige sich leisten können. Klar kann man manche Dinge beantragen, wo man einen Bruchteil von dem bekommt, was der Lehrgang kostet. Was wiederum die Zeit angeht, geht ebenso auf Lasten der Kinder. Denn viele Elternteile haben nicht immer die Zeit mit den Kindern die Lehrgänge zu besuchen.

    Was mal sehr wünschenswert ist (von meiner Sicht aus), wäre, eine Einrichtung mit einem Mix von verschiedenen Förderungen (Sprache (n), Natur, Musik, Sport, kognitives und soziales Verhalten, Sinneswahrnehmung und und und). Nach meinem Wissen wird dies überwiegend nur in privaten und zum Teil religiösen Einrichtungen vollzogen. Irgend wie macht dies für mich kaum Sinn, das Eigene zu vernachlässigen und sich Fremde mit ihren Wissen zu holen.Das einzige was ich da sehe, das sich der Bund Gelder einspart. Denn ausgebildete Leute, die nach Deutschland kommen und hier arbeiten (was auch Steuern bringt) ist weit billiger als die eigenen Bürger zu bilden. Und nur wer das nötige Geld von zu Haus mitbringt, um sich oder die Kinder bilden zu lassen. Wird es in diesen Staat etwas bringen.

    Fazit:
    Dies wir böse enden. Das sehen wir schon in der Wirtschaft. Mit ihrem Mittelstand. Wo ist er? Der Staat ist drauf und dran das Land aufzuspalten. Arm gleich dumm und Mittellos. Reich gleich intelligent und bestimmend. Leider beobachte ich dies nicht nur bei unseren Jüngsten, sondern in so vielen Sparten.

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